Fidia!

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Umoja wetu unatarajia Ujerumani na nchi za Ulaya kukubali kufidia kiali na mali madhila ya ukoloni na ubaguzi wa rangi. Tuandikie aina ya fidia hasa kutoka ulaya.


W. Lieberknecht, Initiative Black&White     28 November 2009 03:34 | Wan(n)Fried(en)
Im Bildungszentrum Niederstetten und an der Jenaplanschule in Suhl haben Schüler Hunderte von Unterschriften gesammelt, für die Duchsetzung der Millenniumsziele, einen anderen Umgang mit den afrikanischen Flüchtlingen im Mittelmeer und auch für eine Entschuldigung Europas für Kolonialzeit und Sklavenhandel. Hier der Text der Niederstettener Resolution:

"Wir fordern die Europäische Kommission, das Europaparlament und die Fraktionen des europäischen Parlaments sowie die deutsche Regierung und die Fraktionen des Bundestages und den Bundestag auf, dem Beispiel der USA zu folgen und die Afrikanerinnen und Afrikaner um Entschuldigung zu bitten für die Organisation des transatlantischen Sklavenhandels und die Kolonialisierung Afrikas.

Europa bedauert das große menschliche Leid, das es in fünf Jahrhunderten dem afrikanischen Kontinent zugefügt hat. Es bedauert die wirtschaftlichen Zerstörungen und die mit diktatorischen Mitteln erzwungene Herabwürdigung Afrikas zum Rohstoffzulieferer und zum Absatzmarkt ihrer Fertigprodukte. Europa bedauert, dass diese europäischen Einwirkungen auf Afrika bis heute wesentlich mit für Armut und Hunger verantwortlich sind.

Wir fordern das Europäische Parlament und die Europäische Kommission auf, der Afrikanischen Union vorzuschlagen, zwei gemeinsame, paritätisch besetzte Kommissionen einzurichten:

- Eine Historikerkommission, die die Geschichte des Sklavenhandels und der Kolonialzeit aufarbeitet und ein gemeinsames Schulbuch für die Schulen beider Kontinente erstellt, um diese Zeit ins öffentliche Bewusstsein zu bringen, zu Erinnern und die Basis für die Versöhnung zu legen.

- Eine Kommission von Sozialwissenschaftlern, die die noch verbliebenen Resultate dieser Zeit ermittelt und ein Programm für die vollständige Dekolonialisierung erarbeitet, das zu gleichberechtigten Beziehungen zwischen Europa und Afrika führt."

(In den USA hat der Senat vor wenigen Wochen einstimmig eine Resolution beschlossen, sich für Sklaverei und Diskriminierung zu entschuldigen).

Wolfgang Lieberknecht     04 Dezember 2009 20:09 | Wanfried
Ich schlage angesichts des Jahrestages der Berliner Kolonial Konferenz vor, zwei öffentliche Petitionen an das Europaparlament und den Deutschen Bundestag zu stellen und dafür Unterschriften zu sammeln. Hier der Vorschlag für den möglichen Text einer öffentlichen Petition an den Deutschen Bundestag:

Der Deutsche Bundestag entschuldigt sich bei der Afrikanischen Union und den afrikanischen Staaten für die Einberufung, Organisation und Leitung der Berliner Kolonialkonferenz durch das Deutsche Reich. Er erkennt an, dass diese Konferenz und ihre Beschlüsse ein Verbrechen gegen die Selbstbestimmung der afrikanischen Völker war. Er erkennt an, dass die Beschlüsse der Konferenz für die afrikanischen Völker unermessliches Leid, Tod, Zwangsarbeit Verarmung, Enteignung gebracht haben, mit Folgen bis zum heutigen Tag. Der Deutsche Bundestag hält deshalb das Verlangen der Afrikanischen Union für berechtigt, das ihr Sprecher jetzt bei der Generalversammlung der Vereinten Nationen vorgebracht hat: Afrika hat ein Anrecht auf Entschädigung. Und der Deutsche Bundestag unterstützt auch die dort vorgebracht Forderung nach Überwindung der noch von der Kolonialzeit geprägten Machtstruktur des Sicherheitsrates der Vereinten Nationen und die Forderung der Afrikanischen Union nach einem ständigen Sitz für Afrika mit Vetorecht im Sicherheitsrat.
Der Deutsche Bundestag fordert die Europäische Kommission und die neue Vertreterin für EU-Außenpolitik auf, sich im Namen Europas für die von den europäischen Mächten in Afrika und an Afrikanern begangenen Verbrechen in den vergangenen 500 Jahren des Sklavenhandels und der in Afrika errichten kolonialen europäischen Diktaturen zu entschuldigen, die Forderung der Afrikanischen Union nach Entschädigung als berechtigt anzuerkennen und mit der afrikanischen Union eine Verhandlungslösung über die Höhe der Entschädigungszahlungen zu suchen.
Deutschland folgt dem Beispiel Italiens, das als erste ehemalige europäische Kolonialmacht sich für seine Verbrechen zumindest schon erst einmal in Libyen (wenn auch noch nicht in Äthiopien, Somalia und Eritrea) entschuldigt hat und mit Libyen eine Entschädigungssumme vereinbart hat: Deutschland entschuldigt sich bei Togo, Kamerun, Tansania, Burundi, Ruanda und Namibia für die koloniale Besetzung, die Zwangsarbeit, Enteignungen, die Massaker an den Bevölkerungen dieser Länder und schlägt Verhandlungen über die Zahlung von Entschädigungen vor. Es entschuldigt sich weiterhin dafür, dass es beide Weltkriege nach Afrika getragen hat und damit den Tod vieler Afrikaner mit verursacht hat.
Da die deutschen Eliten viele der von ihnen für ihre politischen und wirtschaftlichen Interessen durchgeführten Verbrechen in Afrika in der deutschen Öffentlichkeit anders dargestellt haben und diese Verbrechen auch deshalb vielen deutschen Bürgern bis heute nicht bekannt sind, beschließt der Deutsche Bundestag einen Gedenktag für die deutschen Verbrechen in Afrika einzuführen. Für diesen Gedenktag soll Material sowohl für die Erwachsenenbildung als auch für die Schulen durch eine gemeinsame afrikanisch-europäische Historikerkommission erarbeitet werden. Als Gedenktag beschließt der Bundestag den 26. Februar, da an diesem Tag die Berliner Afrika-Konferenz im Jahr 1895 endete, bei der sich 1895 die von Europa dominierten Weltmächte auf den Weg einigten, wie sie Afrika unter sich aufteilen wollen: Der Startschuss zur fast völligen Unterwerfung Afrikas in den folgenden Jahrzehnten. Der Bundestag schlägt gleichzeitig den anderen Europäischen Parlamenten und dem Europäischen Parlament vor, den 26. Februar in allen europäischen Ländern (zumindest denen, die an der Berliner Kolonialkonferenz teilgenommen haben) zu einem Gedenktag an die europäischen Verbrechen in Afrika während der Zeit des Sklavenhandels und der Kolonialzeit zu machen.

Mara     13 Januar 2010 11:50 | Marburg
Dem zweiten Beitrag von W. Lieberknecht stimme ich 100%ig zu, besonders dem Teil, mit dem durch die Europäische Union finanzierten Komitee von Sozialwissenschaftlern, die die Folgen und Überreste der Kolonialgeschichte dokumentieren und in einem Buch zusammenfassen, wo auch die Schritte zur Dekolonialisierung aufgelistet werden, ein Buch, welches in der renovierten Geschichtsaufarbeitung in ganz Afrika und darüber hinaus in der europäischen Schulbildung eingesetzt werden sollte.


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