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Politik
"Geschichte ist gut, aber ..." - die Berliner Afrika-Konferenz in der deutschen Politik
Nach Beginn der Kampagne am 15. November 2009 ließen wir den Aufruf "125 Jahre Berliner Afrika-Konferenz: erinnern, aufarbeiten, wiedergutmachen" dem Bundespräsidenten Horst Köhler und allen Fraktionsvorsitzenden der Parteien des Bundestages zukommen. Wir baten die Adressaten, bis zum 15. Januar 2010 zu unseren Forderungen Stellung zu nehmen und aufzuzeigen, wie sie sich für einen grundlegenden Wandel im Umgang mit der deutschen Kolonialvergangenheit einsetzen wollen. Folgende Antworten sind bei uns eingegangen:
Afrika, "unser eigener Vorgarten"
Ausgeprägtes Geschichtsbewusstsein verriet der neue Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung Dirk Niebel (FDP), der am 10. November 2009, fünf Tage vor dem Beginn der historischen Berliner Afrika-Konferenz und unserer Gedenk-Kampagne, seine Antrittsrede im Deutschen Bundestag hielt. Niebels Worte machten überdeutlich, wie weit Deutschlands politische Mitte von einem respektvollen Umgang mit dem afrikanischen Nachbarkontinent noch immer entfernt ist:
"Allenfalls eine untergeordnete Rolle"
Im Februar 2009 luden AfricAvenir International, Afrika-Forum, Afrika-Rat Berlin-Brandenburg, Berliner Entwicklungspolitischer Ratschlag, Berlin Postkolonial, Entwicklungspolitisches Informationszentrum und Tanzania-Network.de erstmals zur Vorbereitung des anstehenden Gedenkens an die Berliner Afrika-Konferenz ein. Parallel zu den Vorbereitungen der Zivilgesellschaft richteten Abgeordnete von Die LINKE und SPD Kleine Anfragen an die Bundesregierung bzw. den Berliner Senat bezüglich der staatlichen Pläne und Vorbereitungen für den anstehenden Jahrestag. Hier finden Sie die Antwort der Landes- und die der Bundesregierung:
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